Einladung zum Dalarö Schiffswrack Park -
Schwedens erstes maritimes Kulturreservat zum Gedenken an Anders Franzén

Erforschen Sie die stolzen Schätze der Ostsee - aus nächster Nähe
Außerhalb Dalarö gibt es eine große Anzahl gut erhaltener Wracks. Viele aus dem 16. Jh. Und Viele kennen sie- aber Wenige haben sie gesehen. Nun zeigen wir dieses einzigartige Kulturerbe auch Ihnen, ohne das Sie Taucher sind. Lesen Sie mehr über unsere beliebten Schiffswracktouren und buchen Sie unten  eine einzigartige Wracksafari.

Das Dalarö Wrack - einer der einzigartigsten Wrackfunde der Welt

Das Dalarö Wrack, auch Gubb oder Edesö Wrack genannt, ist eines der best erhaltensten Funde der Welt. 30 m unter der Meeresoberfläche steht ein fast ganzes Schiff auf einem Bergebene. Es ist nicht eingesunken im Schlamm und zwei Masten stehen immer noch 15 m hoch im Wasser. Als der Taucher “Nalle“ Johansson als erster Mensch seit 350 Jahren das Dalarö Wrack fand, rief er begeistert im Radio; “Da steht ein Schiff und segelt hier unten.“
   Das Dalarö Wrack ist das erste von einer Reihe kleinerer Unglücksschiffe, die in Schweden gebaut wurden und Bodekull bezeichnet wurden. Zur See gelassen 1660. Das Schiff verunglückte als es 1678 Proviant liefern sollte während des krieg in Skåne. Das Wrack wurde 2003 westlich von Edesön außerhalb Dalarös gefunden.
   Es ist ca. 20 m lang mit Laderaum und sechs Kanonenplätzen. Zwei Kanonen wurden an Bord gefunden. Eine steht noch in der Halterung (der Wagen aus Holz auf dem die Kanonen angebracht sind.) und eine ist in das vordere Schiff gestürzt. Mehrere kleinere Waffen wurden gefunden: zwei  Rapier Griffe , eine  Muskete und zwei Pistolen. Eine hat ein Ladeschloss und wurde vermutlich in Holland hergestellt im 16. Jh.
   Auf dem Meeresgrund unterhalb des Schiffes haben Archiologen Galleonsfiguren gefunden, die einen Löwen darstellen. Diese war ursprünglich ganz vorne am Schiff. Der Löwe war lange Zeit ein Symbol der Macht, exklusiv angewendet vom Königshaus und den Adeligen der höchsten Gesellschaftsschichten. Es war also nicht irgendein Schiff, das umher segelte mit einer Löwenfigur im 16. Jh
 

Der Reichsapfel- eine maritime Katastrophe während der Großmachtzeit

Das Jahr 1676 war voller Widerstand für die schwedische Flotte. In Kämpfen auf See gegen die dänische Flotte vor Öland verliert Schweden das Schiff Kronan. In der gleichen Seeschlacht wurde das Vizeadmiral Schiff Svärdet vom Feind gesprengt. Nach den Kämpfen vor Öland zog sich Teile der Flotte nach Dalarö zurück. Eines der größeren Schiffe war Reichsapfel, zur See gelassen 1661. Nach einigen Tagen hörte man, dass die dänische Flotte auf dem Weg nach Dalarö war. Da zog man das Schiff Reichsapfel zusammen mit anderen Booten zu den Klippen nahe Dalarö Skans, einer Verteidigungsfestung auf einer Insel unmittelbar südlich von Dalarö. Die Kanonen auf Skansen sollten den „Apfel“ beschützen, für den Fall, dass der Feind sich näherte.   



Eines nachts blies ein heftiger Sturm. An Bord wurde man unruhig und fürchtete, das das Boot gegen die Klippen stoßen würde. Man beschloss, Anker zu setzen. Aber Alles lief schief und das große, schwere Boot trieb gegen einen kleinen Fels, bekam Schlagseite und lief voll Wasser. Versuche, abzupumpen, scheiterten und der Reichsapfel sank.
   Das Wrack liegt 15m tief und hatte 450 Mann Besatzung. Es wurde kontinuierlich abgebaut seit dem Sinken. Im Jahr 1868 wurde das Wrack mit Dynamit gesprengt, um die schwarze Eiche zu verarbeiten. Kleine Teile der Schwarzeiche sind in der Pforte von Stockholms Rathhaus, das zwischen 1911 und 1923 errichtet wurde. Viele Skulpturen wurden im Laufe der Jahre aus dem Wrack geborgen. Der größte Teil von ihnen wird im Seehistorischen Museeum aufbewahrt.
 

Saltskutan und das Jutholmen Wrack

Diese beiden Schiffe sind in den Gewässern von Dalarö gesunken, gleich außerhalb der Hotel Anleggestelle bzw. unmittelbar südlich von dem Leuchtfeuer auf Jutholmen. Das Boot, dass anfang des 17. Jh. gesunken ist, ist ein Beispiel der holländischen s.g. Flutschiffe. Den heutign “roll on-roll-off Handelsschiffen. Leicht zu be- und entladen und leicht zu manövrieren. Diese Schiffstypen ermöglichten, das Holland sich zu einer der wichtigsten Handelsnationen der Welt entwickelte im 17. Jh. Das Schiff ist ca. 40 m lang und war mit Eisen und Holz beladen. Eisen und Holz waren damals, genau so wie heute, wichtige schwedische Exportwaren. Man nimmt daher an, das das Schiff auf dem Weg zu ausländischen Häfen war. Saltskutan sank während des sehr kalten Winters 1708/ 1709, als es fest gefroren im Eis war und anfing zu brennen.
 

Buchen Sie eine reguläre Schiffstour hier



Sommer 2018 bieten wir bis jetzt drei geplante Gelegenheiten an, eine Schiffswracktour im der Umgebung von Dalarö zu unternehmen. Wählen Sie einen der drei Donnerstage 5. Juli, 19. Juli oder 2. August. Die Tour beginnt um 13.00 Uhr im Zollhaus (siehe Bild), Odinsvägen 6a in Dalarö. Dort lädt man ein zu Kaffee und Sandwich und man bekommt eine Einführung in das Thema. Anschließend gehen wir gemeinsam hinunter zum Fischerhafen und gehen an Bord auf das Ausflugsschiff für eine ein einhalbstündige Botsfahrt. Wir besuchen drei von den Wracks aus dem 16. und 17. Jh. Wir schließen mit einem Besuch ab in der Hafenhütte von Anders Franzén, wo der Historiker und Visionär seine Nachforschungen in den Schären in den 50ziger Jahre begann.
   Die reguläre Tour kostet 695 SEK (Kinder unter 10 Jahren gratis, abhängig vom Platz). Der Guide ist während der ganzen Tour dabei. Suchen Sie einen Donnerstag aus und buchen Sie hier. Die Rechnung wird an die angegebene Mail Adresse geschickt. Willkommen!





Eine Schiffswracktour beinhaltet selbstverständlich einen Besuch in Anders Franzens Hafenhütte, wo der Historiker und Visionär seine Suchen nach Schiffwracks in den Schären in den 1950zigern begann. Er entdeckte, das Wracks erhalten waren, weil es in der Ostsee keinen Schiffswurm gibt. Die Arbeit führte 1961 zur Ideé, das Flottenschiff Vasa zu bergen. Das wurde zu seinem Glück der Start für die moderne Meeresarchäologie in Schweden. Das bis heute einzige marinearchäologische Institut der Hochschule Södertörn wurde eröffnet und zum Schluss das Vasa Museum, eine der heute meist besuchten Touristenattraktionen Schwedens. Alles ein Resultat der Arbeit des Visionärs Franzeén. Dalarös Schiffwracksgebiet nutzt die moderne Technologie von heute, mit ferngesteuerten Unterwasserkameras. Die perfekte Verlängerung Vasa Museums. Das die Vasa auf den Weg nach Dalarö war als sie 1628 sank, macht den Besuch des Franzeén Museums noch interessanter.

Der Schärenort Dalarö  wurde 1636 gegründet, mitten im brennenden Krieg zu Schwedens Großmacht Ära. Schnell entwickelte sich Dalarö zum wichtigsten maritimen Zentrum mit einem Zoll- und Lotsenhafen. Das neue Zollhaus wurde 1788 fertig und ist ein deutlicher Beweis dafür, wie bedeutend Dalarö für Stockholms Seefahrt und Handel war.
   2014 wurde hier das erste maritime Kulturreservat eingeweiht, Dalarös Schiffwracksgebiet. Tauchen darf man im inneren Schutzgebiet
nur zusammen mit legitimierten Tauch Guides. Wenn Sie Interesse haben, selbst zu tauchen, müssen Sie die Kommune Haninge kontaktieren

Anfrage Spezialtour

Die reguläre Tour oben kostet 695 SEK und dauer ca. 3 Stunden, die Hälfte davon auf See, wo wir drei verschiedene Wracks besuchen.
Dalarö Turistbüro veranstaltet auch geführte Spezial Touren im Dalarö Schiffwracksgebiet für Gruppen von mindestens 10 und höchstens 30 Personen pro Tour. Wir bieten Kaffee, Lunch oder Abendessen im Anschluss an die Touren, je nach Wunsch.
   Exklusivere Touren mit der Möglichkeit, z.B. die ferngesteuerten Kameras selbst zu steuern, können angeboten werden. Schicken Sie Ihre Anfrage hier